Kämmerer Busch erläutert, dass der Arbeitskreis Finanzen 2025 zwei Mal getagt habe und die Mitgliedschaften der Stadt Westerstede thematisiert wurden. Bei den Mitgliedschaften sei eine Differenzierung zwischen freiwilligen und verpflichtenden Mitgliedschaften notwendig. Die in der Vorlage vorgebrachten Mitgliedschaften können nach Auffassung der Verwaltung gekündigt werden bzw. seien nicht zwingend notwendig.
Nach Information des Klimaschutzmanagers, Viktor Schacht, sei die Mitgliedschaft beim „Klima Bündnis e. V./Alianza des Clima e. V.“ für die laufende Arbeit notwendig, da diese Software anbiete. Insofern sollte die Beendigung dieser Mitgliedschaft nicht präferiert werden.
Ratsfrau Kundt-Bergmann gibt zu bedenken, dass die vorgeschlagenen zu beendenden Mitgliedschaften drei Vereine aus den Bereichen Klima und Umwelt umfassen. In diesen Bereichen habe die Stadt Westerstede eine Vorbildfunktion und die Mitgliedschaft in derartigen Bereichen unterstütze dies. Weiterhin sei für sie nicht erkennbar, weshalb diverse Mitgliedschaften bestünden bzw. wie es zum Beitritt in der Vergangenheit kam und ob unterschiedliche soziale Aspekte bei den Mitgliedschaften berücksichtigt werden. Für sie sei es wichtig, zunächst zu klären, welche Funktionen die unterschiedlichen Mitgliedschaften hätten und welcher Nutzen daraus resultiere.
Ratsherr Piepers merkt hierzu an, dass der Wunsch des Arbeitskreises darin lag, die vorhandenen Mitgliedschaften zu hinterfragen und den jeweiligen Nutzen zu analysieren. Bei der Mitgliedschaft beim „Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e. V. (BUND)“ sehe er eine Beendigung kritisch, da es Berührungspunkte mit dem Jaspershof gibt. Zudem stelle der BUND eine obere Organisation dar und eine Beendigung der Mitgliedschaft sei ein falsches Signal nach außen.
Auch Ratsherrn Lukoschus fällt es schwer zu unterscheiden, ob die Mitgliedschaften sinnvoll seien. Er schlägt vor die Thematik in den einzelnen Fraktionen zu besprechen. Zudem sei er auch der Ansicht, dass die Stadt Westerstede im Bereich der Umwelt aktiv sein sollte, dennoch ist fraglich, ob dies in mehreren Vereinen notwendig sei.
Hieran schließt sich eine umfassende Diskussion an, inwiefern eine heutige Entscheidung getroffen werden kann. Es wird zudem über eine Verlagerung der Thematik in einen späteren Verwaltungsausschuss oder Haushaltsausschuss debattiert. Als Kernaspekt wird angeführt, dass in Teilen unklar sei, wie es zu den Mitgliedschaften kam und ob eine aktive Mitgliedschaft tatsächlich zwingend notwendig sei.
Ratsherr Lukoschus stellt folgenden Änderungsantrag zum Beschluss „Spätestens in der Sitzung des Verwaltungsausschusses im Oktober 2026 soll über die Mitgliedschaften der Stadt Westerstede beschlossen werden.“ Hierüber lässt die Ausschussvorsitzende, Ratsfrau Welter, abstimmen.