Eggeloge

Eggeloge liegt etwa 6 km nördlich von Westerstede. In dem Buch "Das Oldenburger Land" steht zu lesen, dass Eggeloge erstmals 1190 urkundlich aufgeführt wurde. In den Anfängen hieß das Dorf Ecgeloge, ab 1428 Eggelo(h).

Eggeloge wurde auf einer Lichtung angelegt. Diese Rodung erfolgte in einem umfangreichen Waldgebiet, wo überwiegend Eichenwälder waren. Daher stammt auch der Name Eggeloge (Ecgelo = Eichenwald). Wenn Eggeloge auf einer Rodung angelegt wurde, dann bedeutet das, dass Eggeloge keine Ursiedlung ist, sondern eine grundherrliche Gründung. Es handelt sich dabei um eine Markausscheidung (Allmende = herausgenommenes Stück der Gemeinwirtschaft). Eggeloge entstand auf einem Geestrücken am Rande des Moores.

Oberflächlich gesehen sind gegenüber früheren Zeiten kaum Veränderungen festzustellen. Wie seit Jahrhunderten dominiert in Eggeloge auch heute noch die Landwirtschaft und bestimmt das Gesamtbild des Ortes. Eggeloge hat sich seinen ländlichen Charakter bewahrt.

Genau betrachtet lässt sich das Dort heute mit dem Dorf Eggeloge aus früherer Zeit aber kaum noch vergleichen. Die Zahl der Bauernhöfe, im 19. Jahrhundert zunehmend, ist in letzter Zeit wieder stark rückläufig. Auch an Eggeloge ging das Sterben der Kleinbetriebe nicht vorbei. Etliche Bauernhöfe wurden bereits aufgegeben, weitere werden sicherlich folgen.

Die Gebäude stehen leer, die Wohnungen sind vermietet. Auch in den Betrieben, die heute noch voll arbeiten, stehen viele Wirtschaftsgebäude leer. Sie sind, bedingt durch die Spezialisierung, nicht mehr erforderlich bzw. nicht mehr zeitgemäß.

Während früher auf jedem Hof eine Vielzahl von Tieren gehalten wurde, findet man heute auf den meisten Höfen nur noch eine Viehart vor, entweder Milchkühe oder Schweine.

Am meisten aber hat sich wohl im Geschäftsleben und in den zwischenmenschlichen Beziehungen geändert. Bedingt durch die Motorisierung - jede Familie besitzt mindestens ein Auto - wurden die Einkäufe nicht mehr im Dorf getätigt, sondern in der Stadt. Dadurch wurde den kleinen Geschäften im Dorf die notwendige Existenzgrundlage entzogen, und nach und nach mussten alle schließen. Auch die alten Handwerksbetriebe haben fast alle schließen müssen. Im Dorf gibt es nur noch eine Gastwirtschaft. In früherer Zeit gab es zeitweise vier Kolonialwarengeschäfte, vier Gastwirtschaften und etliche Handwerksbetriebe.

Trotz dieser Entwicklung ist es dem Ortsbürgerverein mit Erfolg gelungen, das Dorfleben  attraktiv zu gestalten. So bleiben die Bewohner im Dorf, nehmen am Dorfgeschehen teil und setzen sich für ihren Heimatort ein.

Jahr1839189519071930198919982003
Einwohner141160191368389381403