Ihausen

Jagdhütte Ihorst um 1900
Jagdhütte im Ihorster Busch um etwa 1900

Wie in allen Hochmoorkolonien, so befand man sich auch in Ihorst hinsichtlich der Namensgebung in Verlegenheit. Während man bei der Besiedlung der Ödländereien auf der Geest vielfach auf althergebrachte Landschafts- und Flurbezeichnungen zurückgreifen konnte, fehlten in den Moorsiedlungen derartige Vorlagen fast völlig. Das unbewirtschaftete, menschenfeindliche Moor war selbst den Anwohnern meist nicht wichtig genug, als dass sie die Notwendigkeit verspürt hätten, es mehr als großräumig in Namen zu fassen. Aber woher konnte man einen Namen über­nehmen oder wie sollte man ihn bilden?

Ihorst enthält als Stammwort „Ibe" = „Eibe". Ihorst würde also bedeuten „Eiben­busch". Tat­säch­lich ist man bei der Besiedlung des Ihorster Moores (nordwest­lich des Ihorster Busches) auf die Reste eines ausgedehnten vorge­schicht­lichen Eiben­misch­­waldes gestoßen. Baum­stümpfe mit einem Durchmesser von 60 - 120 cm. Daraus ist dann die Flur- und spätere Ortsbezeichnung „Ihorst" sinnvollerweise abgeleitet worden.

Um 1790 wurde das Gebiet erstmals in einer Vogteikarte erwähnt, erste Landnutzungen um ca. 1810. Etwa um 1850 begann man mit Vermessungen und erste Besiedlungen.

Amtlich ist die Bezeichnung „Ihorst" seit dem Jahre 1913. Das Großherzoglich Oldenburgische Ministerium des Innern hat mit Verfügung vom 25.8.1913 angeordnet, dass die im Jahre 1911 aus den Bauerschaften Nord-Augustfehn und Ihorstermoor gebildete Bauerschaft „Ihorst-Nordaugustfehn" der Gemeinde Westerstede wieder in zwei Bauerschaften zerlegt wird. Mit Höchster Genehmigung wird der westlichen Bauerschaft (früher Nordaugustfehn) die Bezeichnung Ihausen und der östlichen (früher Ihorstermoor) die Bezeichnung Ihorst beigelegt.

Ihorst ist immer landwirtschaftlich geprägt gewesen. Heute gibt es ein paar landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe, Baumschulen, und andere Unternehmen.

Nachdem im Mittelpunkt des Dorfes die Gaststätte Beeken geschlossen wurde, haben die Ihorster mit Unterstützung des Landkreises und der Stadt in den Jahren 1993/94 ein Dorfgemeinschaftshaus errichtet, damit die örtlichen Vereine wieder eine Heimstatt haben.

Heute hat Ihorst rund. 250 Einwohner.