Tarbarg

Tarbarg ist ein noch relativ junges Dorf, das 1927 mit der ersten Besiedlung im Moor begonnen hat. Das Gebiet von Tarbarg wurde vor der Besiedlung von den Halsbeker Landwirten für Weiden und den Anbau des Buchweizens genutzt. Die wichtigste Arbeit war zuerst - wie auch später - die Entwässerung des Moores. Es wurden Wege angelegt, die zum Teil heute noch da sind. 1927 begann die Besiedlung Tarbargs, das erste Haus wurde gebaut. Der nächste Nachbar war noch weit, aber jedes Jahr kamen Häuser dazu. Es war eine schwere Arbeit, denn alle Lasten mussten über Sandwege transportiert werden. Besser wurde es erst ab 1933, als die Wege von Hollriede her befestigt wurden. Die Häuser mussten auf Pfeiler bzw. Rammpfeiler gebaut werden. Zuvor wohnten die Leute teilweise in Plaggenhütten. In den ersten 6 Jahren der Besiedlung (bis 1933) hatten sich 98 Einwohner angesiedelt. 1933 wurde Tarbarg eine selbständige Bauerschaft mit Bezirksvorsteher.

Tarbarg liegt mit seinen heute 308 Einwohnern in einer landwirtschaftlichen Struktur nördlicher Richtung von Westerstede, und ist über Hollwege, Moorburg, Hollriede oder über den Wittenheim, Felde, Halsbek zu erreichen. Der heutige Mittelpunkt des dörflichen Lebens findet im Dörpshus "Ton Barkhahn" und bei der Grillhütte statt, wo die örtlichen Vereine, wie der Ortsbürgerverein Tarbarg e.V. und der Boßelerverein "Liek up langs Tarbarg e.V.", ihre Aktivitäten und Feste gestalten.

Nach den Herbstferien 1951 wurde der zweite Volksschulneubau nach dem Kriege in Tarbarg eingeweiht. Die Tarbarger Schulkinder hatten bis 1947 mehr als 4 km lange Schulwege bis Halsbek und waren dann behelfsmäßig in einer Holzbaracke untergebracht. Mitte der 60er Jahre hatte die neue Schule wegen der Zentralisierung ihre Dienste getan.