Bürgermeister Michael Rösner freut sich über die Verlängerung des Titels: „Die erneute Auszeichnung ist eine schöne Bestätigung für das nachhaltige Engagement in Westerstede. Fairer Handel ist bei uns kein Einzelprojekt, sondern wird von vielen Akteuren gemeinsam getragen – aus Verwaltung, Politik, Schulen, Kirchen, Vereinen, Einzelhandel und Gastronomie. Dieses breite Netzwerk macht Westerstede stark und zeigt, dass globale Verantwortung auch vor Ort konkret gelebt werden kann.“
In Westerstede zeigt sich dieses Engagement auf ganz unterschiedliche Weise: In der kommunalen Verwaltung werden bei Sitzungen, offiziellen Terminen und in der Beschaffung fair gehandelte Produkte eingesetzt, darunter Kaffee sowie fair gehandelte Einsatzbekleidung für die Freiwilligen Feuerwehren. Eine Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Bereichen koordiniert die Aktivitäten und trifft sich regelmäßig.
Besonders wichtig für Westerstede ist die enge Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Dazu gehören unter anderem der Weltladen Äquator, die Europaschule Gymnasium Westerstede, die Stadtbücherei Westerstede, das Schokoladenhotel Voss, der Bahnhofsverein Westerstede, Kirchengemeinden sowie zahlreiche Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe. Sie alle tragen dazu bei, den fairen Handel im Alltag sichtbar und erlebbar zu machen.
Auch in der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit war Westerstede in den vergangenen zwei Jahren aktiv. So beteiligte sich die Stadt mit einer Bücherausstellung in der Stadtbücherei an der „Fairen Woche 2024“. Mit dem Projekt „Fairtrade-Stadt trifft Europaschule Westerstede“ wurden Schülerinnen und Schüler an das Thema fairer Handel herangeführt – sowohl im Unterricht als auch ganz praktisch vor Ort im Weltladen und im Rathaus. Darüber hinaus sorgten die Konzerte der Tres Hombres Shanty Crew sowie Informationen zum fairen Handel im Rahmen der Stadtführung „Westerstede Häppchenweise“ für Aufmerksamkeit und neue Zugänge zum Thema.
Westerstede sieht in der bestätigten Auszeichnung zugleich Ansporn für die weitere Arbeit. Besonders erfreulich ist, dass fair gehandelte Produkte inzwischen in vielen Geschäften erhältlich sind. Für die kommenden Jahre plant Westerstede, die Bildungsarbeit fortzusetzen und weitere Schulen einzubeziehen.
Mit dem Engagement als Fairtrade-Stadt setzt Westerstede ein sichtbares Zeichen für nachhaltigen Konsum, gerechtere Handelsstrukturen und globale Verantwortung auf lokaler Ebene.






