HOLLWEGE. (lr) Vor 100 Jahren, genauer am 26. März 1925, haben sich 40 Hollweger in der Gaststätte Heinemann getroffen, um eine Freiwillige Feuerwehr Hollwege zu gründen, da ihnen eine Handdruckspritze zur Verfügung gestellt wurde. 38 Mitglieder traten der Feuerwehr bei.
1926 wurde dann das erste Feuerwehrgerätehaus („Spritzenhaus“) Am Grashoff in Eigenleistung gebaut. Der erste Brand war am 3. Mai 1926 in Felde. Ein Strohhaufen hatte Feuer gefangen und konnte schnell abgelöscht werden, sodass für das nahestehende Bauernhaus keine Gefahr mehr bestand.
Nachdem man die Dringlichkeit der Motorisierung erkannt hatte, wurde in den Kriegsjahren auch für die Feuerwehr Hollwege eine Motorspritze vom TYP TS8 angeschafft. Diese wurde unter anderem mit einem Traktor zur Einsatzstelle geschafft (wenn dieser zur Verfügung stand).
Neues Feuerwehrgerätehaus
1966 erhielt die Wehr ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF) Ford Transit FK1000. Ende der 70er wurde dieses Fahrzeug durch ein neues Löschfahrzeug LF8 ersetzt. Da dieses Fahrzeug nicht mehr in das alte Spritzenhaus passte, wurde auf dem ehemaligen Schulhof der Hollweger Schule ein neues Feuerwehrgerätehaus errichtet. Dieses geschah wieder in Eigenleistung. Die Planungs- und Materialkosten wurden von der Stadt Westerstede übernommen.
Am 2. Oktober 2008 war es so weit, das neue LF10/6 war fertiggestellt und stand beim Aufbauhersteller Schlingmann zur Abholung bereit. Das inzwischen 28 Jahre alte LF8 wurde ersetzt. 2018 kam der Gerätewagen Logistik (GW-L) dazu. Dieser wurde in kompletter Eigenleistung der Hollweger Kameraden von einem Standard LKW zu einem Feuerwehrlogistikfahrzeug umgebaut. Da auch für dieses Fahrzeug nun das alte Feuerwehrgerätehaus zu klein geworden war, wurde 2021 Am Wehlen Einweihung im neuen Gebäude gefeiert. Auch hier sind über 2.000 Stunden an Eigenleistung investiert worden.
Fast 100 Einsätze
44 Kameraden, davon elf weiblich, sowie zusätzlich elf Alterskameraden kann die Einheit Hollwege im Jahr 2025 verzeichnen. In den vergangen 100 Jahren gab es bei der Freiwilligen Feuerwehr Hollwege sieben Ortsbrandmeister. Ortsbrandmeister Jürgen Specht wurde an diesem Abend der Jahreshauptversammlung für weitere sechs Jahre in sein Amt wiedergewählt. Die Freiwillige Feuerwehr Hollwege ist mit null bis zwei Einsätzen im Jahr gestartet. Vor zehn Jahren waren es 30-50 Einsätze. Im 99. Jahr (2024) hat die Feuerwehr 99 Einsätze abgearbeitet. 1947 Einsatzstunden und über 4.000 Dienststunden wurden verzeichnet. Darunter fielen 29 Brandeinsätze, 40 Hilfeleistungen, 25 Brandmeldeanlagen und fünf sonstige Einsätze.
Ehrungen
„Die Bevölkerung kann sich auf uns verlassen“, so Ortsbrandmeister Jürgen Specht in seiner Rede. Bürgermeister Michael Rösner freut sich in seiner Rede, dass es so ein tolles miteinander wie bei der Freiwilligen Feuerwehr Hollwege noch gibt. Stadtbrandmeister Mathias Siehlmann lobt die Hollweger Kameradinnen und Kameraden als einen zuverlässigen Partner und ein Garant für die Bürgerinnen und Bürger mit einem sehr hohen Ausbildungsstand. Ein viertel Jahrhundert unterstützen die Kameraden Christian Gerdes und Gerrit Seppenwoolde nun schon die Freiwillige Feuerwehr Hollwege. Sie wurden dafür mit dem Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige Verdienste des Landes Niedersachsen geehrt. Befördert wurden Moritz Behrens zum Oberfeuerwehrmann, Alke Schiller zur Löschmeisterin, Pascal Böwer & Christian Heyne zum Oberlöschmeister. Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Hollwege e.V. hat von den vergangen 100 Jahren eine Chronik erstellt.
Ehrungen: Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hollwege wurden einige Mitglieder geehrt. Auf dem Bild (von links): Alke Schiller, Michael Rösner (Bürgermeister Stadt Westerstede), Christian Heyne, Jürgen Specht, Christian Gerdes, Moritz Behrens, Gerrit Seppenwoolde, Mathias Siehlmann und Pascal Böwer.© Meike Seppenwoolde | Freiwillige Feuerwehr Westerstede



