Westerstede - Bei dem Sommerwetter der vergangenen Tage werden die wenigsten Ammerländer einen Gedanken an die Weihnachtszeit verschwendet haben. Bei David Eisenhauer aus Rastede ist das anders. Der Vorsitzende des Berufsverbandes der Schausteller und Marktkaufleute in Oldenburg ist nämlich zugleich Organisator des Westersteder Winterdorfes. Das findet in diesem Jahr zum zweiten Mal auf dem Alten Markt in der Kreisstadt statt. Nun war Eisenhauer im Rathaus und plante gemeinsam mit Hilke Hinrichs und weiteren Stadtvertretern den Ablauf der Veranstaltung.
Ende vor dem Fest
Die interessanteste Nachricht: Der Weihnachtsmarkt in Westerstede findet in diesem Jahr vom 30. November bis zum 23. Dezember statt. Das bedeutet: Eine Verlängerung des Winterdorfes über die Feiertage hinaus bis Silvester steht aktuell nicht mehr zur Debatte. Zu Jahresbeginn hatte Eisenhauer offen über diese Option nachgedacht.
Geöffnet sind die Buden dafür täglich von 12 bis 21 Uhr. Und wie es sich für einen Weihnachtsmarkt gehört, wird es wieder warme und kalte Getränke, die klassischen Weihnachtsmarkt-Essen, verschiedene Schausteller, Bühnenauftritte, ein Karussell, Kinderprogramm, Musik und einen DJ geben – und der Zugang zum Gelände ist auch in diesem Jahr wieder frei.
Es gibt Änderungen
Bei den Hütten wird es Veränderungen geben. Laut Eisenhauer soll es nur noch eine städtische Hütte geben. „Wir haben sehr viele Anfragen von Vereinen und denken, dass wir die eine Hütte täglich öffnen können.“ Außerdem hat der erfahrene Schausteller in diesem Jahr vorgesorgt, damit ein Vorjahresproblem nicht mehr auftaucht: Er hat wesentlich mehr „Westersteder Winterdorf“-Tassen bestellt als 2022. Damals waren die extra für den Markt bedruckten Tassen nach wenigen Tagen vergriffen. Die neuen Exemplare liegen nun bereits im Lager in Westerstede und warten darauf, mit Glühwein und Punsch befüllt zu werden. Ein neues Motiv ziert die besonderen Behälter ebenfalls. Einen großen Wunsch hat Eisenhauer auch noch: Er möchte den WC-Wagen näher ans Veranstaltungsgelände bekommen, am besten auf den Markt: „Es ist nicht so, dass die Stadt das nicht möchte, aber es muss auch praktikabel sein. Wir suchen nach Lösungen, die Infrastruktur muss passen“.
Freier Eintritt
Das Winterdorf soll wie im vergangenen Jahr für alle Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein. Neben dem freien Eintritt werde der Veranstalter versuchen, das Preisniveau des Vorjahres zum Beispiel bei Glühwein und Pommes zu halten. Außerdem soll das gemütliche Ambiente, dass bereits im Premierenjahr eine große Rolle spielte, erhalten bleiben: „Wir halten uns vor Augen, dass Weihnachten ein besinnliches Fest ist und der Markt nicht zur Party werden soll.“
Ab 21 Uhr werde deshalb das Licht gedimmt und der Abend solle langsam ausklingen. Mit einer Ausnahme: „Der Donnerstag bleibt ein besonderer Tag“. Zu den „After-Work-Treffen“ werde ein DJ kommen, der das Abendprogramm begleitet. Für Familien eignet sich in diesem Jahr vor allem das Wochenende für einen Besuch: Sonntags soll es ein spezielles Programm für Kinder geben.
Anregungen erwünscht
Das Bühnenprogramm sei noch nicht fertig, so Eisenhauer. Wer Interesse hat, den Markt zu bereichern (Orchester, Aufführungen, Sänger zum Beispiel), kann sich bei David Eisenhauer per E-Mail unter eisenhauer_david@web.de oder beim Stadtmarketing der Stadt Westerstede melden. Seit der Premiere des Winterdorfes im Jahr 2022 hätten sich schon viele Menschen mit Anregungen an ihn gewandt, so der Veranstalter. „Ich möchte unbedingt darum bitten, dass es so weitergeht.“ Mit der Hilfe der Besucher sei es möglich, den Markt immer weiter zu verbessern.




