Kulturpreis für Peter Kaul

Ehrung für außergewöhnliches Engagement im Bereich „Heimatkundlicher Film“

Für sein ehrenamtliches Engagement wurde am vergangenen Samstag der Westersteder Peter Kaul mit dem Kulturpreis der Stadt Westerstede ausgezeichnet.

„Die Entscheidung des Rates über die Vergabe des Kulturpreises der Stadt  war einstimmig“,  unterstrich Bürgermeister Michael Rösner in seiner Begrüßungsrede. Im Saalbereich des Jaspershofes waren die Familie und einige geladene Gäste zur Feierstunde zusammengekommen.

Die Laudatio hielt der ehemalige Bürgermeister Klaus Groß. „Ich freue mich sehr, dass ich die Laudatio halten darf“, betonte Groß. „Dass Peter allerdings so viele Dokumentationen herausgebracht hat, das habe ich nicht gewusst".

In seiner Rede würdigte Groß - manchmal mit einer Prise Humor - die Leistungen von Peter Kaul und nahm die Gäste mit auf dessen besonderen „Lebensweg“. Besonders, denn der ehemalige Lehrer war nicht nur  41 Jahre im Schuldienst tätig, er kam 1967 zur Kreisbildstelle des Landkreises in Rostrup und übernahm später die Leitung. „Peter konnte  sein Hobby hervorragend mit dem Beruf verbinden, er konnte sein geschichtliches Wissen und sein Interesse für seine Heimat Westerstede und das Ammerland einbringen und es so filmisch aufbereiten und dokumentieren. Entstanden sind unzählige Werke mit einem unschätzbaren und geschichtlichen Wert. Peter hat sein Wissen aber auch gerne weitergegeben“, so Groß und erinnerte  an die vielen Kurse, die Peter Kaul an der Kreisvolkshochschule gegeben hat. Der Laudator sprach insbesondere auch Ehefrau Heike Kaul großen Dank aus. Sie habe ihren Mann immer unterstützt. Gerade bei der Erstellung der Dokumentationen sei die Nachbereitung, das Schneiden und Vertonen, oft sehr zeitintensiv. Derzeit sei Peter Kaul dabei, die ganzen Werke zu digitalisieren.

Persönlich überreicht Klaus Groß einen „Kiefer-Benjamin“ an den Preisträger. „Nach keltischem Baumhoroskop bist du eine Kiefer, die mit analytischem Verstand arbeiten und deren Stärke es ist, immer die Nerven zu bewahren, auch wenn es mal schwierig wird“.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Kunst und Kultur, Hermann Rust,  überreichte anschließend im Namen des Rates der Stadt Westerstede die Urkunde. Peter Kaul bedankte sich für die Auszeichnung. „Ohne meine Familie, die mich Jahrzehnte begleitet und unterstützt hat, wäre das alles nicht möglich gewesen“, betonte er.  Die Arbeit in der Kreisbildstelle sei für ihn pädagogische Arbeit gewesen und er sei froh, dass der Landkreis Ammerland die Kreisbildstelle immer mit hervorragender Technik ausgestattet habe. Ebenso sei der Offene Kanal Oldenburg für ihn bedeutend, denn so arbeite man nicht nur im Stillen. „Die Ehrung nehme ich aber auch entgegen, für all die Menschen, die mir immer mit helfender Hand zur Seite standen“, so Kaul.

Musikalisch umrahmt wurde der Festakt von der Gruppe „DreyBartLang“ mit Kathi Bartholdy, Holger Harms-Bartholdy und Petra Walentowitz.

Von links:Ausschussvorsitzender Hermann Rust, Bürgermeister Michael Rösner, Heike Kaul und Preisträger Peter Kaul sowie Laudator Klaus Groß