Bürgermeister Michael Rösner

... schreibt zum Jahreswechsel

Michael Rösner

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

Weihnachten steht vor der Tür, eine Zeit, die für uns eine besondere Bedeutung hat. Hans Christian Andersen, der dänische Dichter, der uns so schöne Märchen überliefert hat, hat sogar einmal von seiner Sehnsucht nach Weihnachten gesprochen, nach dieser Zeit der Besinnung und der Liebe.

Aber was heißt Sehnsucht nach Weihnachten in der heutigen Zeit, gerade in den letzten zwei Jahren der Pandemie. Diese Zeit hat uns alle geprägt und tut es nach wie vor.

Sie stellt uns alle, die vielen medizinischen Berufsgruppen, die Krankenhäuser, die hiesigen Einzelhändler, die Gastronomie und Schausteller - jeden Einzelnen von uns - vor enorme Herausforderungen. Auch das ehrenamtliche Engagement stand von einem Tag auf den anderen unter deutlich anderen Vorzeichen als in den vergangenen Jahren. Die jeweiligen Aktivitäten im Einklang mit den (Kontakt)-Beschränkungen und Richtlinien anzubieten und durchzuführen war und ist zweifelsohne nicht immer einfach. Gerade gemeinsame Veranstaltungen, wie Schulungen oder Kurse zur Fortbildung, aber auch der allgemeine Austausch untereinander, dürfen nicht stattfinden. Für viele Ehrenamtliche geht dadurch eine wichtige Form sozialer Integration derzeit verloren. Doch bürgerschaftliches Engagement hat eine große Bedeutung für unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist gerade in der Coronakrise besonders gefordert und notwendig.

Wenn wir zum Ende eines Jahreslaufs Bilanz ziehen und Rückschau halten, ist es klug und zukunftsweisend, wenn man sich zu solcher Zeit über sein Soll und Haben, und zwar nicht auf dem Konto, klar wird. Und wenn wir solcherart Bilanz ziehen, dann kommen wir eigentlich der Weihnachtsbotschaft schon sehr nah. In ihr geht es um das menschliche, um das helfende Miteinander, um Freude und Frieden. Mitmenschlichkeit und Nächstenliebe haben auch viel mit Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl zu tun. Mitmenschlichkeit, Nächstenliebe und Freiwilligkeit sind Haltungen, die nicht staatlich verordnet werden können.

Ich freue mich deshalb über alle, die trotz aller Widrigkeiten bürgerschaftliche Verantwortung übernehmen und sie in ihrem Lebensumfeld ganz praktisch umsetzen – in den Vereinen, der Nachbarschaftshilfe oder anderen Initiativen. Dafür möchte ich Ihnen herzlich danken.

Ihnen allen wünsche ich auch im Namen des Rates und der Verwaltung der Stadt Westerstede ein frohes Fest, ein paar besinnliche Stunden zwischen den Jahren und vor allem ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2022.

Ihr

Michael Rösner
Bürgermeister